Fulminat gingen die Fabasoft egovdays 2012 in die erste Runde. In den eleganten Räumlichkeiten des Austria Trend Hotel Savoyen startete am 31. Januar die jährliche Roadshow zu den aktuellen Themen und Trends im E-Government. Gewohnt charmant begleitet von unserer Moderatorin Silvia Schneider wurde die Auftaktveranstaltung zum vollen Erfolg. Mehr als 140 Teilnehmer quer durch alle relevanten Verwaltungsorganisationen nutzten die Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen aus dem Hause Fabasoft zu informieren.
Den ersten Programmpunkt präsentierte Leo Bauernfeind, Mitglied des Vorstandes von Fabasoft, der mit Unterstützung von Mario Batusic die neuesten Features der Fabasoft eGov Suite 2012 vorstellte und insbesondere das Thema „Barrierefreiheit“ aufgriff.
Nach einer kurzen Einführung zum Thema zeigte Leo Bauernfeind die wesentlichsten Neuerungen, beginnend mit dem wichtigen Punkt der Nutzerfreundlichkeit.
In die Entwicklung der Fabasoft eGov-Suite 2012 ist auch die Arbeit am Länderstandard stark miteingeflossen. Daraus resultieren zentrale Vereinfachungen – insbesondere bei der Finalisierung von Geschäftsobjekten oder bei der zügigen Durchführung von Massenabfertigungen.
Darüber hinaus wurde die Integration von Fremdprodukten – allen voran SAP – in der neuen Version optimiert.
Nicht zu vergessen natürlich die Nutzung der Fabasoft eGov-Suite auf mobilen Devices. Gerade das iPad wird vor allem in der Führungseben immer beliebter. Leo Bauernfeind demonstrierte, wie einfach einzelne use cases am iPad abgearbeitet werden können.
Ein wesentlicher Punkt in der Entwicklung von Software ist die Barrierefreiheit für Menschen mit Beeinträchtigungen. Mit Unterstützung von Marion Batusic – seit Anfang Januar bei Fabasoft zuständig für die Entwicklung und Integration von Accessability bei den Fabasoft-Produkten – wurden die wichtigsten Aspekte zur Entwicklung barrierefreier Software angesprochen und anhand des Beispiels der Fabasoft eGov-Suite für vollblinde Nutzer eindrucksvoll demonstriert.
ELAK Gericht – Eine maßgeschneiderte Standardlösung 
Unter diesem Titel präsentierte der zweite Vortragende – Mag. Dieter Kandlhofer vom Österreichischen Verfassungsgerichtshof – den praktischen Einsatz der Fabasoft eGov-Suite. Der Österreichische Verfassungsgerichtshof wird im zweiten Quartal 2012 den sogenannten ELAK Gericht einführen. Konkret geht es dabei darum, Vereinfachungen im Gerichtsverfahren in einem durchgängigen elektronischen Prozess abzubilden, interne Systeme komplett abzulösen und damit höchstmöglichen Arbeitskomfort im Verfassungsgerichtshof zu erreichen.
In seinem Vortrag beschrieb Dieter Kandlhofer die Vorgangsweise vom Projektstart bis heute – nach erfolgter Einführung im Verwaltungsbereich und drei Monate vor Produktivsetzung im Gerichtsbereich. Ziel war, einen transparenten Prozess zu entwickeln, der den vollständigen Weg eines Gerichtsverfahrens darstellt:
Bild 1: Durchgängiger Elektronischer Prozess (Ausfertigung – Zustellung)
Bild 2: Durchgängiger Elektronischer Prozess (Ausfertigung – Zustellung)
Wesentlich bei der Umsetzung ist eine konsequente interne Adaptierung, das heißt eine konsequente Umlegung aller Prozesselemente auf elektronische Verfahren. Ebenso entscheidend ist ein integratives Zusammenspiel aller Organisationseinheiten bei der Projektentwicklung. „Die ELAK-Einführung ist primär ein Organisationsentwicklungsprozess“, beschreibt Kandlhofer die Umsetzung.
Anhand mehrerer Beispiele, wie die Darstellung der Aktenübersicht oder eines integrativen Berichts demonstrierte er die Vorteile und Möglichkeiten des ELAK Gericht. Einfach, übersichtlich und komfortabel seien die wichtigsten und letztendlich auch umgesetzten Anforderungen an das Produkt. Daneben ist die Integration von Schnittstellen wie beispielsweise zu EDIAKT, RIS, zu Web-Formularen, zum Gebührenservice oder zu ELAK-Vorschreibungen erfolgt.
Ob Fabasoft mit dem ELAK light die richtige Produktentscheidung war, lässt sich laut Kandlhofer mit einem eindeutigen “Ja” beantworten. Ausschlaggebend dafür waren folgende Punkte:
- Software-Ergonomie
- Basis „ELAK light“ ist sehr einfach und bedienerfreundlich, PDF Übersicht,
einfache Suche etc.
- Einstellungen - Einfache Aktenbearbeitung möglich
- Aktenlogik des VfGH abbildbar, rasche Navigation, Vorlagenmanagement,
Musterprozesse und Vorschreibungslogik, integriertes
Dokumentenmanagement, Formelsammlungen, integrierte Doc Properties,
Fristverwaltung etc. - Sichere Zusammenarbeit möglich
- Versionsmanagement, informeller Arbeitsbereich - Integriertes Berichtswesen möglich
- Sämtliche Berichte und Statistiken zur Fallbearbeitung kommen direkt aus dem ELAK!! - Schnittstellen zu ERV, RIS, duale Zustellung möglich
- Durchgängiger elektronischer Prozess vom Antrag bis zur Zustellung ist
möglich
- mit Unterstützung der BRZ GmbH bei den Schnittstellen - Einige nützliche Zusatzfeatures
- Mindbreeze, Arbeiten mit dem I-Pad etc.
Zusammenfassend wies Dieter Kandlhofer auf folgende wesentliche Punkte bei der Einführung des ELAK Gericht hin:
- Die Notwendigkeit einer Integrierten Entwicklung
- Das Credo „Weniger ist mehr“ als Basis und
- Das Wichtigste: ein integriertes Berichtswesen ist unabdingbar wenn man nachhaltig erfolgreich sein will.
Die Einführung des ELAK Gericht erfolgt im zweiten Quartal 2012.
Sicher. Zuverlässig. Punktgenau.
Der dritte Vortrag beschäftigte sich mit dem Thema Wissensmanagement. Gerald Martinetz von Fabasoft beschrieb in seinem Vortrag „Finden mit Mindbreeze – Der Akt ist nicht genug“ die Möglichkeiten der Suche mit Fabasoft Mindbreeze. Sicher, zuverlässig und punktgenau so soll es sein. Mit Fabasoft Mindbreeze hat man das gesamte Unternehmenswissen immer im Zugriff – egal ob das Wissen im ELAK, Mailsystem, Mailarchiv, Fabasoft Folio Cloud, Microsoft Share Point, Filesystem oder in der Fachanwendung liegt. Die Zugriffsrechte bleiben gewahrt. Jederzeit Zugang zu diesem Wissen – auch von mobilen Endgeräten. Ein sehr kurzweiliger und spannender Vortrag, der in der folgenden Kaffeepause sicher für Gesprächsstoff sorgte.
Nach der Pause ging es dann ab in die Bar. Walter Schill und Oliver Albl demonstrierten anhand einer typischen After-Work-Unterhaltung die Tücken herkömmlicher Support- und Monitoring-Systeme und wie Fabasoft app.telemetry dabei Abhilfe schafft, Daten auf einzelne Transaktionen runterbricht und in Echtzeit Dashborddaten liefert. „app.telemetry: Service Level Management bis in die Fachanwendung“ lautete der Titel des Vortrags.
Last but not least präsentierte Helmut Fallmann die neuesten Entwicklungen „Aus der Wolke“. Cloud Computing als das Thema der Zukunft! (Mehr zum Inhalt des Vortrags folgt in einem unsere nächsten Blog-Artikel)
Mit einer leichten Verzögerung ging es dann ab zu einem hervorragenden Mittagsbuffet, wo die Themen des Vormittags ausführlich und interessiert weiterdiskutiert wurden. Alles in Allem ein sehr gelungener und vor allem reibungsloser Auftakt für die Fabasoft egovdays 2012.
Mehr Eindrücke vom Fabasoft egovday in Wien finden Sie unter folgendem Link:
Album Fabasoft egovday 2012 in Wien
Wir machen uns nun auf den Weg nach München, wo am 3. Februar Runde zwei eingeläutet wird. Es erwarten uns eine außergewöhnliche Location sowie ein interessanter Gastvortrag von MDir. Peter Pathe zum Thema Einführung der eAkte im Bayerischen Staatsministerium des Innern.
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