JAN 23 2014

Fabasoft egovdays 2014: Station 1 München

von in E-Government, Events Hinterlasse einen Kommentar

Es ist wieder soweit: Die Fabasoft egovdays starteten in die mittlerweile 10. Runde. Die erste Station der diesjährigen Veranstaltungsreihe war München, wo wir in den stilvollen Räumlichkeiten des Charles Hotel knapp 100 Teilnehmer aus dem Großraum Bayern begrüßen durften. Unter dem Motto „Digital Natives“  informierten wir über aktuelle Themen und Neuerungen des Fabasoft Produkt-Portfolios.

Nach der Begrüßung unserer charmanten Moderatorin Tanja Mairhofer starteten wir den 1. Teil mit einem Video, das bei unserem Wettbewerb mit dem Thema „Workplace 3.0“ den Social Media Preis gewonnen hat. Johannes Zottele, ein 13-jähriger Schüler aus Österreich, zeigt darin seine Vorstellungen zum Arbeitsplatz bzw. Arbeitswelt der Zukunft.

Wie die Jugend von heute die Arbeitswelt von morgen sieht, stellte Philipp Riederle in seinem anschließenden Vortrag „Generation Y – wer wir sind und was wir wollen“ dem Publikum vor. Der 19-jährige Unternehmensberater und Podcaster erlangte durch seinen Podcast „Mein iPhone und Ich …“ überregionale Bekanntheit. In seinem unterhaltsamen Vortrag beschreibt er, wie sich ein Digital Native die moderne Arbeitswelt vorstellt und wie sich die persönlichen Bedürfnisse verändert haben.

Im Anschluss an die Ausführungen von Philipp Riederle zeigten Tanja Stingeder, Stefan Arnold und Stefen Berndorfer, wo heute diese „jugendlichen“ Anforderungen bereits Unternehmens-Realität sind.

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich übernimmt dabei eine Vorreiterrolle im Bereich E-Services. Seit einigen Jahren bietet die WK OÖ Online-Services wie die elektronische Beantragung eines Ursprungszeugnisses für den Export von Waren an. Tanja Stingeder zeigte mittels Live-Demo, wie einfach und unkompliziert das Zeugnis elektronisch angefordert werden kann und Unternehmen somit Zeit und Geld sparen können. Dafür müssen sich die Unternehmen an Online-Service-Portal der WK anmelden und elektronisch die auszuführenden Waren angeben sowie die benötigten Unterlagen hochladen. Nach Abschluss der Eingabe wandert der Antrag automatisiert in den Arbeitsvorrat des zuständigen Bearbeiters in der WK OÖ. Dieser prüft den Antrag und kann, sofern alle Unterlagen in Ordnung sind, sofort das Zeugnis ausstellen, elektronisch signieren und den Vorgang abschließen. Eine E-Mail-Benachrichtigung informiert den Antragsteller über Aktivitäten zu seinem Antrag so weiß dieser genau, wann das Zeugnis im Portal abrufbereit ist.

Gerhard Stöger von der WK OÖ, Bereich Außenwirtschaft, dazu: „Die Wirtschaftskammer Oberösterreich stellt rund 20.000 Ursprungszeugnisse pro Jahr aus. Vorher mussten diese alle manuell bearbeitet werden. Heute erledigen die Unternehmen bequem und einfach dies über unser E-Service-Portal und sparen so Zeit und Geld.“

Als Dokumentenmanagement- und Workflowsystem für den Service dient die Fabasoft eGov-Suite. Dort werden die Anträge sowie die gesamte Korrespondenz automatisch gespeichert und archiviert. Der Vorgang bleibt für alle transparent und nachvollziehbar und für den Unternehmer über das Portal abrufbar.

Aktuell bietet die Wirtschaftskammer Oberösterreich 15 Online-Services an.

Stefan Arnold  zeigte weitere Nutzungspotentiale für die internen Nutzer. Er demonstrierte, wie variable und anpassbar die Fabasoft eGov-Suite ist: Abrufbar über alle gängigen Mobilen-Endgeräten (Blackberry, Surface, iPad, …) und Webbrowser (Webclient) oder integriert als Netzlaufwerk.

Die Zusammenarbeit mit externen Partnern ist durch das „Auslagern“ von sogenannten Teamrooms in die Fabasoft Cloud einfach möglich. Der Teamroom wird in der Fabasoft eGov-Suite erstellt, mit Unterlagen befüllt und in die sichere Cloud-Umgebung von Fabasoft im gewünschten Land transferiert. Dort werden die Partner zur Mitarbeit eingeladen. Sie können abhängig von ihren Zugriffsrechten die Unterlagen lesen oder bearbeiten. Ist die Zusammenarbeit beendet, wird der Inhalt des Teamrooms wieder in die Fabasoft eGov-Suite zurückgeführt.

Besonders Highlight ist in diesem Zusammenhang die gleichzeitige Bearbeitung von einem Dokument von mehr Personen. Arbeiten mehrere Personen an einem Dokument, dann sehen die Beteiligten sozusagen „in Echtzeit“ und per Farbmarkierung was gerade von der jeweiligen Person geändert wird.

Dies ermöglicht eine moderne Zusammenarbeit, wie es sich Digital Natives wünschen.

Wie man bei diesen Datenmengen den Überblick bewahrt, zeigte Stefan Berndorfer. Mindbreeze ist mehr als eine klassische Volltext-Suche. Basierend auf Semantik und Relevanzmodellen bei der Abfrage eines Suchbegriffes erkennt Mindbreeze Zusammenhänge und listet diese auf. Stefan Berndofer demonstrierte mittels Kalendereintrag in Outlook wie die Suche funktioniert. Durch Klick auf den Kalendereintrag findet Mindbreeze alle passenden Einträge aus den angebundenen Quellen (z.B.: Salesforce, SAP etc.) angezeigt und weiterbearbeitet werden. Es ist jetzt auch möglich direkt im Dokument eine Suche abzusetzen, indem der Begriff markiert wird und der Suchbutton betätigt. Ein Eintippen des Begriffes ist nicht mehr nötig.

Nach einer zünftigen bayerischen Jause startete der 2. Teil des egovdays mit einem Video von Autonomen Fahrzeugen. Die Fahrt eines blinden Passagiers mit einem selbstfahrenden Auto bildete die perfekte Einleitung zum nächsten Vortrag. Mario Batusic, Accessibility Experte der Firma Fabasoft, demonstrierte eine Live-Demo mit ausgewählten fortgeschrittenen Produkt-Funktionalitäten. Statt Bildschirm und Maus als Aus- und Eingabegeräte verwendet er dafür Braille Display (ein elektronisches Blindenschriftlesegerät) und Tastatur. Die Barrierefreiheit ist in der Fabasoft eGov-Suite eine globale Softwareeigenschaft, die ständig mitentwickelt wird. Die Stiftung Pfennigparade hat die Barrierefreiheit in der Fabasoft eGov-Suite evaluiert. Herr Joachim Hellriegel von der Pfennigparade präsentierte die Methode dieses Prüfverfahrens. Die Fabasoft eGov-Suite konnte mit den erreichten 93,5 Punkten („Gut zugänglich“) ein hervorragendes Ergebnis erzielen.

Den Abschluss des Fabasoft egovdays 2014 in München bildete der Weckruf von Fabasoft-Vorstand Dipl.-Ing. Helmut Fallmann zu den United Clouds of Europe. Er zeigt in seinem Vortrag auf, warum die Zeit nun endgültig reif ist, den eigenen Schrebergarten zu verlassen und für einen gemeinsamen europäischen Wirtschaftskontinent zu kämpfen. Dabei wird die Rückeroberung der technologischen Unabhängigkeit die Zukunft entscheidend beeinflussen.

Das Küchenteam des Charles Hotels verwöhnte nach einem spannenden Vormittag mit einem köstlichen Mittagsbuffet, wo bei interessanten Gesprächen der erste egovday 2014 erfolgreich beendet wurde. Nun machen wir uns auf den Weg nach Bern, wo es am 27. Januar im Kurhotel in die 2. Runde geht.

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