JAN 28 2015

Fabasoft egovday 2015: Station 3 Wien

von in E-Government, Events Hinterlasse einen Kommentar

Die letzte Station der Fabasoft egovdays 2015 war Wien, wo wir in einer neuen Lokation, nämlich dem Hotel InterContinental Wien, zu Gast waren.

Tanja Mairhofer konnte über 150 Teilnehmer begrüßen, die gespannt auf die Neuigkeiten aus dem Hause Fabasoft warteten.

Vor den Neuheiten begeisterte einmal mehr der Psychologe und Gehirnforscher Prof. Dr. Lutz Jäncke das Wiener Publikum. Mit seinen unterhaltsamen Beispielen aus dem täglichen Alltag konnten die Teilnehmer interessante Parallelen finden.
Nach den spannenden psychologischen Aspekten folgte der Vortrag von Dr. Adolf Sonnleitner, der als Arzt ebenso aufregende Themen in der Welt der Technik aufgriff. Er zeigte den Einsatz von Mindbreeze im Gesundheitswesen und wie sich Ärzte mit Hilfe dieser einzigartigen Suchmaschine wieder auf das Wesentliche, nämlich auf den Patienten, und nicht auf die aufwändige elektronische Erfassung von Daten konzentrieren können. Ein Arzt ist durchschnittlich 2-3 Monate pro Jahr im Routinebetrieb damit beschäftigt, Daten elektronisch zu erfassen, ohne dass diese Informationen ihm später einen Mehrwert erschließen. Mit einer spezialisierten klinikweiten Such- und Recherchefunktion können

Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren, Ihre Erfahrungsschätze heben und mit Hilfe dieses Tools Analysen durchführen. Ein rascher Überblick aus vielen Teilinformationen hilft die wesentlichen Inhalte zu finden und zu nutzen. Mindbreeze entwickelte diese einzigartige Suchfunktion, die darüber hinaus lernfähig ist. Dies ist vor allem bei den verschiedensten medizinischen Begriffen eine große Hilfe, um die benötigten Befunde rasch zu finden.

Aber auch in der Welt der öffentlichen Verwaltung findet Mindbreeze alles, was Sie suchen. So wird Mindbreeze in „Findok“, einem  Rechts- und Fachinformationssystem des Finanzressorts (Bundesministerium für Finanzen), eingesetzt. Die Inhalte werden laufend aktualisiert und stehen zeitgleich der Öffentlichkeit sowie der Verwaltung zur Verfügung. Damit haben auch Bürger die Möglichkeit sich über aktuelle Themen zu informieren. Gerald Martinetz zeigt anhand des Beispiels „Jahresausgleich“, wie die Suche funktioniert. Mit nur einer Suchabfrage werden sämtliche Entscheidungen, Texte und Verlinkungen auf den gesuchten Begriff angezeigt. Dank des hinterlegten Thesaurus werden auch Synonyme der Suchbegriffe gefunden. Neben der klassischen Suche via Suchbegriff bietet „Findok“ auch eine Expertensuche. Damit können Mitarbeiter des Bundesministeriums auch via Geschäftszahlen, Paragrafen, etc. suchen. „Findok“ ist seit Jänner 2014 im Einsatz und die Suchabfragen steigen kontinuierlich.

Ein weiteres Anwendungsbeispiel für den Einsatz von Mindbreeze ist die Posteingangsklassifizierung. Hier geht es darum, die Eingangspost automatisch an die richtigen Fachabteilungen weiterzuleiten, ohne dass Personen jedes einzelne Eingangsdokument lesen und ins System als Metadaten eingeben zu müssen. Die Lösung kommt bereits bei Wüstenrot zum Einsatz. Hier wird die Eingangspost, die heute bereits über unterschiedliche Kanäle wie Briefe, E-Mails mit Fotos, Formulare, Social Media Kanäle usw. automatisch gescannt. Mindbreeze liest die Inhalte der Dokumente aus und mittels semantischen Abfragen erkennt Mindbreeze bestimmt Teile wie Polizzen Nummer, KFZ-Nummer und klassifiziert diese anhand der identifizierten Kriterien und leite diese automatisch an die Abteilung weiter. Mindbreeze kann heute bereits die Daten aus rund 400 Datenquellen über Konnektoren abholen, klassifizieren und weiterleiten. Posteingangsstellen werden damit entlastet, Fehlerquellen werden minimiert und auch in Spitzenzeiten bleibt eine rasche Bearbeitung der Post gewährleistet.

Mindbreeze ist als lernendes System konzipiert. Werden Dokumente falsch klassifiziert und manuell nachbearbeitet so können diese Änderungen Mindbreeze als Mustervorlage zur Verfügung gestellt werden. Mindbreeze merkt sich die Änderungen und wendete diese bei den nächsten Dokumenten mit den gleichen Eigenschaften an. Damit wird die Treffquote bei der Zuordnung laufend erhöht.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit dem Vortrag von Ing. Roland Ledinger, Leiter Bereich IKT Strategie des Bundes des Bundeskanzleramtes Wien mit dem Thema „Herausforderungen an die Digitale Verwaltung“. Die Ziele der Digitalisierung erklärte er kurz und bündig: Es gilt, das Leben des Menschen einfacher zu machen und Rahmenbedingungen für eine kreative IKT (Informations- und Kommunikationstechnik) zu schaffen. Technologie wird heutzutage schneller in den Umlauf gebracht als früher. Dies hat auch zur Folge, dass sich der Zugang zur Arbeit stark verändert hat. Mobilität, Flexibilität und Crowd-Sourcing sind nur einige Aspekte, die man von klein auf zu unterstützen und in das Arbeitskonzept aufnehmen muss.

Um die moderne Verwaltung zu sichern, muss man den Bürger in den Mittelpunkt stellen. So sollte jeder das Recht auf eine elektronische Abwicklung haben. Es sollte in naher Zukunft problemlos möglich sein, Familienbeihilfe automatisch ohne Antragsstellung ausstellen zu können. Auch das Recht auf Zugang zu den eigenen Daten ist dabei ein wichtiger Punkt.

Eine weitere Zielsetzung sieht Ledinger darin, Behörden als Service-Units zu etablieren. So soll sich die Verwaltung künftig nur auf die Qualitätssicherung konzentrieren. Die Behörden verstehen sich dabei als Rohdatenlieferant. Sinnvoll wäre es dabei auch, die Daten gemeinsam mit der Wirtschaft bereitzustellen und zu verwalten.

Für die Zukunft ist es wichtig, in der Verwaltung neue Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen. Auch die Unterstützung von neuen Kanälen ist wesentlich für die Modernisierung der Verwaltungsarbeit.

Zur letzten Frage, nämlich der Umsetzung dieser Aufgaben, hat Ing. Roland Ledinger konkrete Vorstellungen, was in Zukunft benötigt wird: Cloud-Computing, junge Querdenker, digitale Methoden, Flexibilität & Stabilität sowie ebenenübergreifende Prozesse.

Sein Schlussapell war, schnelle Entscheidungen und vor allem schnelle Umsetzungen zu treffen, um die Herausforderungen der Digitalen Verwaltung meistern zu können.

Im letzten Vortrag des Fabasoft egovdays 2015 in Wien stellte Helmut Fallmann gemeinsam mit Harald Pfoser sowie Dr. Peter Teufl vom IAIK die neuesten Entwicklungen der Fabasoft Cloud vor: Die Fabasoft Cloud Appliance sowie die Secomo Appliance. Mehr dazu erfahren Sie im Blogeintrag von München.

Nach diesem spannenden Vormittag waren wir am Ende der Fabasoft egovdays 2015 angelangt. Wir konnten auch dieses Jahr wieder viele Kunden und Interessenten in Bern, München und Wien begrüßen und neben spannenden Neuigkeiten aus dem Hause Fabasoft auch viele interessante Gespräche führen. Wir freuen uns bereits auf ein Wiedersehen bei den Fabasoft egovdays 2016!

 

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